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Rückenschmerzen: Ursachen, Untersuchung und Behandlung
Häufig und meist harmlos, aber nicht immer: woran Sie Warnzeichen erkennen und was Sie selbst tun können.
Rückenschmerzen sind sehr häufig. Oft lässt sich keine einzelne Ursache finden, und meist steckt nichts Gefährliches dahinter. Manchmal gibt es aber einen klaren Grund, etwa eine Verletzung oder eine Erkrankung der Wirbelsäule. Was bei Ihnen zutrifft, klären wir gemeinsam im Gespräch und bei der Untersuchung.
Margarete G. Ruppertz
Fachärztin für Allgemeinmedizin · Privatpraxis in Neusäß
Wie können sich Rückenschmerzen äußern?
Rückenschmerzen fühlen sich nicht bei allen gleich an. Typisch sind:
dumpfe, ziehende oder stechende Schmerzen
Schmerzen bei bestimmten Bewegungen
eingeschränkte Beweglichkeit
Schmerzen, die ins Bein ausstrahlen
Kribbeln, Taubheit oder Schwäche im Bein können bedeuten, dass ein Nerv beteiligt ist. Erzählen Sie mir davon unbedingt.
Woher es kommen kann
Häufig lässt sich keine eindeutige Ursache benennen. Seltener stecken bestimmte Erkrankungen dahinter, zum Beispiel Veränderungen an der Wirbelsäule, ein gereizter Nerv, eine Verletzung oder eine Entzündung.
Wann Sie es abklären lassen sollten
Lassen Sie Rückenschmerzen untersuchen, wenn sie neu und sehr stark sind, schlimmer werden, nach einigen Wochen nicht besser sind oder ins Bein ausstrahlen.
WARNZEICHEN
Bitte umgehend ärztliche Hilfe suchen, wenn …
Ihre Beine plötzlich schwächer werden
Sie Blase oder Darm nicht mehr richtig kontrollieren können
Sie im Intimbereich oder an den Oberschenkel-Innenseiten taub sind
die Schmerzen nach einem Sturz oder Unfall beginnen
Sie zusätzlich Fieber haben oder ungewollt abnehmen
Im Notfall: 112. Außerhalb der Sprechzeiten erreichen Sie den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.
Diese Information dient der Orientierung und ersetzt keine individuelle medizinische Beurteilung.
So gehe ich vor
Zuerst sprechen wir darüber, seit wann Sie Schmerzen haben, was sie auslöst und welche Vorerkrankungen es gibt. Dann untersuche ich Ihren Rücken: Beweglichkeit, Kraft und Gefühl.
Ein Röntgenbild oder MRT ist bei Rückenschmerzen oft nicht nötig, sondern nur, wenn die Untersuchung einen Hinweis darauf gibt. Danach besprechen wir, was für Sie sinnvoll ist. Das kann zum Beispiel Manuelle Therapie sein, wenn sie zu Ihrem Befund passt.
Was Sie selbst tun können
Bleiben Sie, so gut es geht, in Bewegung, und gehen Sie Ihrem Alltag weiter nach. Langes Liegen hilft bei den meisten Rückenschmerzen nicht.
Werden die Schmerzen stärker oder tritt eines der Warnzeichen auf, lassen Sie sich bitte untersuchen.
Passende Behandlungen
Diese Verfahren biete ich in meiner Praxis an. Was davon zu Ihnen passt, besprechen wir nach der Untersuchung.
Manuelle Therapie & Chirotherapie
Behandlung mit den Händen bei Rücken-, Nacken- und Gelenkbeschwerden, wenn sie zu Ihrem Befund passt.
Häufige Fragen zu Rückenschmerzen
Was ist der Unterschied zwischen spezifischen und nicht-spezifischen Rückenschmerzen?
Wann sollte ich mit Rückenschmerzen ärztliche Hilfe suchen?
Welche Warnzeichen gibt es bei Rückenschmerzen?
Ist bei Rückenschmerzen immer ein MRT oder Röntgen notwendig?
Sollte man sich bei Rückenschmerzen weiter bewegen?
Kann Manuelle Therapie bei Rückenschmerzen infrage kommen?
Medizinische Quellen & weiterführende Informationen
World Health Organization (WHO) — Low back pain – Fact Sheet, 2023
World Health Organization (WHO) — Guideline for non-surgical management of chronic primary low back pain in adults in primary and community care settings, 2023
National Institute for Health and Care Excellence (NICE) — Low back pain and sciatica in over 16s: assessment and management, NG59
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften / DGOU — S2k-Leitlinie „Spezifischer Kreuzschmerz“, Version 2024
Bundesärztekammer, KBV, AWMF – Nationale VersorgungsLeitlinie Nicht-spezifischer Kreuzschmerz, 2. Auflage